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Das war er – unser Innovationstag

16.09.2016

Mit der Health-i Initative, die wir zusammen mit dem Handelsblatt ins Leben gerufen haben, suchen wir die besten jungen Talente in den Bereichen Gesundheit und Gesundheitswirtschaft. Aus unzähligen Bewerbern haben wir fünf Start-ups und ihre vielversprechenden Ideen für ein digitales Gesundheitswesen am 13. September nach Berlin zum Innovationstag eingeladen. Sie alle hatten an diesem Tag die Chance, eine Innovationskooperation mit der TK zu gewinnen. Mein Fazit nach einem aufregenden Tag: Es gibt niemals zu viel Dialog, um seinen Horizont zu erweitern und andere Perspektiven kennenzulernen. Aber lesen Sie selbst!

„Old Economy meets New Economy“ – so beschrieb Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK, was am 13. September auf dem Innovationstag geschah: Rund 50 Akteure aus dem Gesundheitswesen sowie Vertreter von fünf Start-ups aus dem Kreis der Bewerber auf den Health-i Award waren von der TK ins Soho House in Berlin eingeladen worden.

Die Ruhe vor dem Strum
Die Ruhe vor dem Sturm.
Michael Zölzer vom Start-up WearHealth nach dem Polaroid-Fotoshooting.
Michael Zölzer vom Start-up WearHealth nach dem Polaroid-Fotoshooting.
Wo kommen die besten Ideen? An einem Koordinatensystem konnten die Jungunternehmer ein Polaroid von sich an die Stelle kleben, wo sie am kreativsten sind. Die meisten fühlen sich zu hause inspiriert.
Wo kommen die besten Ideen? An einem Koordinatensystem konnten die Jungunternehmer per Polaroid einordnen, wann und wo sie am kreativsten sind. Die meisten fühlen sich zu Hause inspiriert.

Unter den Teilnehmern waren viele Kooperationspartner, mit denen die TK innovative Versorgungsformen für die Versicherten aufgebaut hat. Dabei waren auch IBM, die Boston Consulting Group (BCG) und der Bundesverband Managed Care e.V. (BMC), die mit der TK gemeinsam den Innovationstag und den vorgeschalteten Kompetenz-Workshop #SmartHealth in Hamburg ausgestaltet haben und die Start-ups auch weiter mit ihrem Know-how unterstützen wollen.

Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK, begrüßt die Teilnehmer beim Innovationstag.
Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK, begrüßt die Teilnehmer beim Innovationstag.
Und auch ich hieß die Start-ups Willkommen und bedankte mich bei unseren Unterstützern.
Und auch ich hieß die Start-ups Willkommen und bedankte mich bei unseren Unterstützern.

Das Ziel des Innovationstages? Allem voran ging es uns darum, einen offenen Austausch zwischen den etablierten Akteuren des Gesundheitssystems und den jungen Gründern aus dem E-Health-Sektor zu ermöglichen. Ziel des nächsten Schrittes war es, gemeinsam neue Ideen für eine bessere Versorgung zu entwickeln und dabei vor allem die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Und schließlich ist die Förderung von jungen Start-ups mit neuen Ideen und frischen Perspektiven auf unsere Themen der TK eine Herzensangelegenheit.

Vivian Otto von Jourvie.
Vivian Otto von Jourvie.
Jesaja Brinkmann von HiDoc.
Esteban Bayro Kaiser von WearHealth (links) und Jesaja Brinkmann von HiDoc.

Der Innovationstag fand im Format einer „Open Space-Konferenz“ statt: alle Teilnehmer hatten im Vorfeld ihre konkreten Themenvorschläge auf ein digitales Whiteboard geschrieben. Als Moderatorin der Veranstaltung fiel mir sofort die enorme Vielfalt der verschiedenen Vorschläge auf. Um möglichst viele Aspekte besprechen zu können, haben wir die Themen im Vorfeld unter fünf Begriffen geclustert, derer sich die Arbeitsgruppen anschließend angenommen haben:

  • Transparenz
  • Stakeholder
  • Finanzierung und Vergütung
  • Selbstmanagement
  • Technische Infrastruktur

Den Verlauf und die Erkenntnisse der rund eineinhalbstündigen und sehr intensiven Diskussionen stellten die Teilnehmer dann im Plenum vor. Trotz vielfältiger Blickwinkel ging es letztlich in allen Gruppen darum, innovative und digitale Ideen in den „ersten Gesundheitsmarkt“ zu bringen. Wie kann so etwas gehen? Was sind die Hürden und wie kann man sie überwinden? Wer profitiert von den neuen Ideen? Welche Patienten beziehungsweise Versicherten wollen wir ansprechen? Einige große Fragenzeichen über Zusammenhänge auf beiden Seiten konnten in den Diskussionen geklärt werden.

Bei der Open-Space Konferenz wurden die Diskussionsthemen in fünf Arbeitsgruppen verteilt.
Bei der Open Space-Konferenz wurden die Diskussionsthemen auf fünf Arbeitsgruppen verteilt.
Angeregtes Diskutieren in der Gruppe 5 zum Thema Technische Infrastruktur.
Angeregtes Diskutieren in der Gruppe 5 zum Thema Technische Infrastruktur.
Herr Ballast bei der Open-Space Konferenz.
Thomas Ballast bei der Open Space-Konferenz.
Das Ergebnis des Gruppen-Brainstormings waren zahlreiche Ideen und Gedanken.
Das Ergebnis des Gruppen-Brainstormings waren zahlreiche Ideen und Gedanken.

Für die Start-ups ging es dann in die zweite, entscheidende Runde: den Pitch. Jedes Start-up hatte exakt sieben Minuten Zeit, sein Team und Produktidee vorzustellen. Zudem sollten sie ihre Erkenntnisse aus den Open Space-Gruppen einarbeiten und die TK überzeugen, warum gerade ihr Start-up ein Angebot der TK für eine Kooperation bekommen sollte. Die Chance zu bekommen, die eigene Produktidee gemeinsam mit der größten Krankenkasse Deutschlands auszuarbeiten und für den ersten Gesundheitsmarkt fit zu machen, hat für die Start-ups natürlich einen besonderen Reiz ausgemacht.

Nach spannenden Pitches zog sich die Jury, bestehend aus Maike Telgheder vom Handelsblatt, Thomas Ballast und mir selbst, zur Beratung zurück. Die Gäste wurden vom Moderator Daniel Cronin von austrianstartups.com zum letzten Mal an die Fotowand gebeten. Dort konnten sie sich im Laufe der Konferenz mehrfach zu verschiedenen Fragestellungen zum Themenfeld Innovationen im Gesundheitswesen positionieren.

Erster Pitch: xbird.
Sebastian Sujka von xbird beim Pitch: das Start-up will durch das Auslesen von Bewegungsdaten via Smartphone Krankheitssymptome frühzeitig erkennen.
Zweiter Pitch: Jourvie.
Etakerina Karabasheva von Jourvie stellt beim Pitch das digitale Essprotokoll als App zur Bekämpfung von Essstörungen vor.
Dominic Libanio und Pascal Lindemann von Fingertherapie beim Pitch.
Dominic Libanio (links) und Pascal Lindemann von Fingertherapie beim Pitch ihrer elektronischen Fingerbewegungsschiene.
Jesaja Brinkmann von HiDoc beim Pitch.
Reizdarmsyndrom per App behandeln? Jesaja Brinkmann von HiDoc erklärt beim Pitch, wie das funktioniert.
Esteban Bayro Kaiser von WearHealth beim Pitch.
Wie können Wearables dabei helfen, gesünder zu leben? Esteban Bayro Kaiser von WearHealth beim Pitch.

Als die Jury aus ihrer Beratung zurückkehrte, verkündete Thomas Ballast das finale Ergebnis: „Alle sind Gewinner!“, sagte er auf dem Podium. Das Angebot der Entwicklungskooperation aber erhielt ein Start-up: xbird! Das Team hat eine App entwickelt, die anhand von Bewegungsdaten des Smartphones Rückschlüsse auf beginnende oder eskalierende Erkrankungen ziehen kann und damit für eine frühere, gezielte Therapie sorgen will.

Unter viel Beifall überreichte die Jury xbird sowie auch den Vertretern der anderen Start-ups HiDoc, Jourvie, Fingertherapie und WearHealth ein Zertifikat sowie eine exklusive Einladung zum nächsten großen Highlight für frische Ideen, dem Health-i Award am 10. November. Im anschließenden Get-together wurde der Austausch untereinander rege fortgesetzt. Und auch eine gesunde Portion Competition gab es danach am Kickertisch.
Über den Verlauf und das Ergebnis der Entwicklungskooperation wird die TK weiter berichten, natürlich auch hier auf Wir Techniker. Informationen zu allen Start-ups und bisherigen SmartHealth-Events finden sich hier bereits in der Reihe „TK Start-up-Feature“.

Yes! Wir haben die Entwicklungskooperation! Jonas Harder und Sebastian Sujka vom Startup xbird mit Herrn Ballast.
Yes! Wir haben die Entwicklungskooperation! Jonas Harder und Sebastian Sujka vom Startup xbird mit Thomas Ballast.
Wir sind alle Gewinner! Pascal Lindemann, Dominic Libanio, Ekaterina Karabasheva, Vivian Otto, Jesaja Brinkmann, Jonas Harder, Sebastian Sujka, Michael Zölzer, Esteban Bayro Kaiser
Wir sind alle Gewinner! (von links) Pascal Lindemann, Dominic Libanio, Ekaterina Karabasheva, Vivian Otto, Jesaja Brinkmann, Jonas Harder, Sebastian Sujka, Michael Zölzer, Esteban Bayro Kaiser.
Toooor: Thomas Ballast freut sich über seinen Sieg gegen Susanne Klein und Michael Schmitz beim Tischfußball.
Toooor: Thomas Ballast freut sich über seinen Sieg gegen Michael Schmitz und mich beim Tischfußball.
Ein runder Tag: Ausklang am Abend auf der Terrasse des Soho Houses.
Ein runder Tag: Ausklang am Abend auf der Terrasse des Soho Houses.

Fotos: Marc-Steffen Unger.

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