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Bis zum Gipfel und noch weiter!

20.04.2018

Immer weiter voran. Niemals stehen bleiben. Für Sportler ist das der ultimative Weg zum Erfolg. Begleitet von Hürden, Niederlagen, Disziplin, Ausdauer und letztendlichen Erfolgen zeigen Sportler Biss und Durchhaltevermögen.

Für den 25-jährigen Benedikt (Instagram: @schmid.bene) ist Sport das halbe Leben, er liebt und lebt vor allem das Bergsteigen. Wir haben ihn im Rahmen unserer Aktion #fortschrittleben gefragt, was ihn jeden Tag aufs Neue antreibt, wie er zu seiner Sportbegeisterung gefunden hat und was ihm hilft, noch besser zu werden und über seine Grenzen hinauszuwachsen.

Was für Sportarten betreibst Du?

Da ich am liebsten jede freie Minute an der frischen Luft verbringe, habe ich vor allem das Bergsteigen für mich entdeckt. Das ist aber noch nicht alles: Ich gehe außerdem Klettern, Klettersteigen, auf Hochtouren und mache Trailrunning. Im Winter versuche ich, so oft wie möglich meine Skier – vor allem beim Freeriden – zum Einsatz zu bringen. Ein kleiner Ausreißer meiner sonstigen Aktivitäten ist das Judo, das ich mittlerweile in der 2. Bundesliga praktiziere.

Welchen Stellenwert hat Sport in Deinem Leben?

Beim Sport steht bei mir weniger der sportliche Aspekt im Vordergrund. Die stundenlangen Touren fühlen sich für mich einfach nicht an wie Training, sondern eher wie ein großes Erlebnis. Es sind der komplette Lifestyle und die gesammelten Impressionen, die mich faszinieren. Man erhält die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen, abgeschirmt vom Rest der Welt. Aber auch mit Freunden ist es jedes Mal ein besonderes Ereignis, bei dem jede Menge Erlebnisse geteilt werden können.

Wann ist Deine Leidenschaft zum Bergsteigen entfacht? Gab es da einen Schlüsselmoment?

Das erste Mal ist schon so lange her, dass ich mich gar nicht mehr genau daran erinnern kann. Ich habe meine Passion von meinen Eltern geerbt. Auch sie sind schon immer in den Bergen unterwegs gewesen – was bei uns in Oberbayern, aufgrund der Vielzahl der Gebirge, aber auch keine Seltenheit ist.

Ich erinnere mich sehr gerne an eine Bergtour in meiner Kindheit: Als 7-Jähriger war ich mit meinem Vater auf unserem Hausberg (Hochstaufen) unterwegs. Wir übernachteten auf dem Gipfel, direkt unter freiem Sternenhimmel. Das war ein unglaubliches Gefühl. Von diesem Moment an war ich dem Bergfieber verfallen.

Mit Freunden unterwegs

Wie findest Du die Balance zwischen Training und Privatleben? Hast Du einen festen Trainingsplan?

Ich habe bereits seit jeher feste Trainingszeiten unter der Woche. Da der Großteil meiner Freunde meine Passion teilt, habe ich auch keine Probleme, mich selbst zu motivieren. Ich freue mich jedes Mal darauf, sie im Training wiederzusehen, vor allem, weil mittlerweile jeder von uns in der Arbeitswelt Fuß gefasst hat. Der Sport bleibt somit häufig die einzige und beste Chance, sich noch regelmäßig zu sehen. Aktuell trainiere ich fünf Tage die Woche, was mein Privatleben natürlich einschränkt. Meiner Meinung nach ist das aber alles eine Sache des Zeitmanagements. Die Zeit, die einem für Privates bleibt, wird von mir dann einfach umso intensiver genutzt.

Welche Erkenntnisse hast Du für Dich durch das Bergsteigen erlangt, die auch für den Alltag anderer hilfreich sein könnten?

Das Bergsteigen ist auf vielerlei Ebenen eine Bereicherung für mich. Zum einen zeigt es mir, dass es die kleinen Dinge im Leben sind, die einen glücklich machen. Der Anblick eines Sonnenuntergangs von der Spitze eines Gipfels oder die Belohnung nach einer Tour mit Freunden sind Momente, die für mich unbezahlbar geworden sind. Ein anderer Faktor, der einem ein unfassbares Selbstvertrauen und Stärke verleiht, ist, sich selbst und anderen etwas zu beweisen. Vor allem, wenn dir die anderen jenes nicht zugetraut haben. Ich liebe es, über meine Grenzen hinauszuwachsen. So geht es mir immer, wenn ich auf dem Parkplatz stehe, von dem ich gestartet bin, und auf den Gipfel zurückblicke. Erst hier realisiert man, was man tatsächlich erreicht hat, von dem man vorher nicht wusste, es schaffen zu können.

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