Alle Artikel > Schlaf, Baby, schlaf!

Schlaf, Baby, schlaf!

21.06.2018

Kommt ein Kind auf die Welt, wollen es die Eltern meist gar nicht mehr aus den Armen geben. Bei Frühchen geht das nicht, statt an Mamas Brust müssen sie in den Brutkasten. Das Start-up „Babybe“ hat nun eine Lösung ersonnen, um den Kleinen ‚the next best thing‘ zum mütterlichen Körperkontakt zu geben. Die TK unterstützt sie dabei.

Wer schon einmal vor einem Brutkasten auf der Frühchen-Station stand, kennt dieses beklemmende Gefühl: So ein winziges Wesen gehört doch in liebevolle Arme, nicht ganz allein in diesen Kasten! Rund 8.000 Babys im Jahr sind es, die in Deutschland vor der 30. Schwangerschaftswoche und damit mehr als zehn Wochen zu früh auf die Welt kommen. Nicht nur für die Eltern ist es schlimm, dass sie ihr Neugeborenes nicht die ganze Zeit bei sich haben können. Auch Babys hilft enger Körperkontakt in ihrer Entwicklung, was bei Frühchen im Brutkasten nicht möglich ist.

Genau hier soll nun „Babybe“ zum Einsatz kommen: eine Matratze, die „atmen“ kann, einen Herzschlag hat und Stimmen überträgt. Die Produkt-Idee des gleichnamigen Stuttgarter Start-ups von Diplom-Designer Camilo Anabalon und Mechatronik-Ingenieur Raphael Lang ist so schön wie simpel. Mithilfe der digital vernetzten Gel-Matratze reißt die Verbindung zwischen Frühchen und Mutter auch dann nicht ab, wenn der Säugling im Brutkasten liegt.

Digitale Verbindung zum Kind

Die Mutter hält ein schildkrötenförmiges Gerät an ihre Brust, welches Herztöne und Brustkorbbewegungen aufzeichnet. Die Signale werden in Echtzeit an ein Empfangsgerät am Brutkasten gesendet, das die Daten mittels Luftzufuhr in Bewegungen in der Gelmatratze umwandelt.

So kann das Baby auch im Brutkasten Herzschlag und die Atmung Mutter spüren. Die Daten werden aufgezeichnet und können auch ohne Echtzeit-Übermittlung weiter abgespielt werden. Im Empfangsgerät ist die gesamte Elektronik des Babybe-Systems untergebracht, auch ein Anschluss für einen mp3-Player oder ein Smartphone, um die Stimme der Mutter oder Musik auf der Matratze abzuspielen.

Die TK hat Babybe bei der Auswahl und Ausstattung von acht Spezialzentren für Frühgeborene unterstützt. In ersten Erhebungen hat das System gezeigt, dass die Kinder mit Babybe-Monitoring über einen Zeitraum von 48 Stunden eine regelmäßigere Atmung und eine höhere Gewichtszunahme haben. Auch wenn beispielsweise die Mutter aufgrund eigener Beschwerden das Krankenbett noch nicht verlassen darf, kann dieses innovative, digitale Versorgungssystem Raum und Zeit überwinden.

Weitere Informationen zur Frühchen-Versorgung mit Babybe gibt es hier.

Kommentieren Sie als Erster diesen Artikel

    Weitere Artikel aus der Sammlung „Stories“

    0

    Konzept Portalpraxis: „Zu viele Berührungsängste“

    Konzept Portalpraxis: "Zu viele Berührungsängste"

    12.12.2018

    Viele Patienten steuern auch mit einfachen Gesundheitsproblemen direkt die Notaufnahmen der Krankenhäuser an. Das führt zur Überlastung der Einrichtungen - das Marienkrankenhaus in Hamburg hat deshalb ein Zentrum für Notfall- und Akutmedizin eingerichtet. Chefarzt Dr. Michael Wünning über die Hürden, die es zu überwinden gilt - und warum es sich trotzdem lohnt.

    Viele Patienten steuern auch mit einfachen Gesundheitsproblemen direkt die Notaufnahmen der Krankenhäuser an. Das führt zur Überlastung der Einrichtungen - das Marienkrankenhaus in Hamburg hat deshalb ein Zentrum für Notfall- und Akutmedizin eingerichtet. Chefarzt Dr. Michael Wünning über die Hürden, die es zu überwinden gilt - und warum es sich trotzdem lohnt.

    Artikel jetzt lesen
    0

    eSport – das Leben als virtueller Fußball-Profi

    Dominik ist virtueller Fußball-Profi

    26.11.2018

    Hohe Preisgelder, ausverkaufte Hallen, Fernsehübertragungen: eSport boomt. Wie Dominik Schwenk im Nebenjob mit FIFA-Spielen Geld verdient.

    Hohe Preisgelder, ausverkaufte Hallen, Fernsehübertragungen: eSport boomt. Wie Dominik Schwenk im Nebenjob mit FIFA-Spielen Geld verdient.

    Artikel jetzt lesen
    0

    Mein Freund, der Roboter: Altenpflege 4.0

    Mein Freund, der Roboter: Altenpflege 4.0

    23.11.2018

    Wie sieht die Pflege der Zukunft aus? Wer kümmert sich um uns, wenn wir es selbst nicht mehr können? Mit diesen Fragen hat sich das 7. MEDICA ECON FORUM by Techniker Krankenkasse befasst. Die Prognosen klingen ernüchternd: Es gibt immer mehr alte Menschen, aber nicht genügend Pflegepersonal. Können Pflege-Roboter helfen?

    Wie sieht die Pflege der Zukunft aus? Wer kümmert sich um uns, wenn wir es selbst nicht mehr können? Mit diesen Fragen hat sich das 7. MEDICA ECON FORUM by Techniker Krankenkasse befasst.

    Artikel jetzt lesen
    0

    Wir sagen Plastikmüll den Kampf an

    #netzgegenplastik - einfach engagieren

    07.11.2018

    #netzgegenplastik - gemeinsam mit den FC St. Pauli Kiezhelden ruft die TK zum Kampf gegen den Plastikmüll auf. 

    #netzgegenplastik - gemeinsam mit den FC St. Pauli Kiezhelden ruft die TK zum Kampf gegen den Plastikmüll auf. 

    Artikel jetzt lesen
    0

    Pendeln geht auf die Psyche

    Pendeln geht auf die Psyche

    06.11.2018

    Viele kennen das: Schon in der Dunkelheit aufbrechen und im Dunkeln nach Hause kommen - gerade im Winter für Berufspendler Alltag. Was macht das mit uns?

    Viele kennen das: Schon in der Dunkelheit aufbrechen und im Dunkeln nach Hause kommen - gerade im Winter für Berufspendler Alltag. Was macht das mit uns?

    Artikel jetzt lesen
    0

    Werde Lebensretter!

    Sei Lebensretter!

    19.10.2018

    Erleidet jemand einen Herz-Kreislauf-Stillstand, zählt jede Sekunde. Doch nur in rund 40 Prozent der Notfälle trauen sich Ersthelfer, eine Reanimation durchzuführen. Dabei ist Erste Hilfe gar nicht so schwer. 

    Erleidet jemand einen Herz-Kreislauf-Stillstand, zählt jede Sekunde. Doch nur in rund 40 Prozent der Notfälle trauen sich Ersthelfer, eine Reanimation durchzuführen. Dabei ist Erste Hilfe gar nicht so schwer. 

    Artikel jetzt lesen
    0

    Vollzeit studieren und nebenbei arbeiten: „Das belastet mich extrem“

    Vollzeit studieren und nebenbei arbeiten: "Das belastet mich extrem"

    10.10.2018

    Studierende feiern viel, schlafen lange und gehen ab und zu mal an die Uni, so das gängige Vorurteil. Denen muss es ja gut gehen? Stimmt nicht: Viele klagen über Stress und Zukunftsängste, eine Studie bescheinigt Studierenden eine vergleichsweise hohe psychische Belastung. Luisa und Benjamin erzählen aus ihrem Alltag.

    Studierende feiern viel, schlafen lange und gehen ab und zu mal an die Uni, so das gängige Vorurteil. Denen muss es ja gut gehen? Stimmt nicht: Viele klagen über Stress und Zukunftsängste, eine Studie bescheinigt Studierenden eine vergleichsweise hohe psychische Belastung. Luisa und Benjamin erzählen aus ihrem Alltag.

    Artikel jetzt lesen
    0

    Kindeswohlgefährdung? App hilft Ärzten

    App gegen Kindesmissbrauch

    25.09.2018

    Ärzte in Sachsen können bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung seit Kurzem auf die App "Hans & Gretel" zurückgreifen. Entwickelt wurde sie von einer Projektgruppe, der Vertreter der TK und der Sächsischen Landesärztekammer angehören. Wie es dazu kam und was die App kann, erzählt uns Matthias Jakob, der am Projekt beteiligt ist.

    Ärzte in Sachsen können bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung seit Kurzem auf die App "Hans & Gretel" zurückgreifen. Entwickelt wurde sie von der TK und der Sächsischen Landesärztekammer.

    Artikel jetzt lesen
    0

    Gesundheit auf dem Campus (er-)leben

    Gesundheit auf dem Campus (er-)leben

    20.07.2018

    Auf dem Campus Berlin-Buch ist ein besonderes Projekt gestartet: 13 Unternehmen gestalten gemeinsam ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement. Die TK unterstützt das Angebot.

    Auf dem Campus Berlin-Buch ist ein besonderes Projekt gestartet: 13 Unternehmen gestalten gemeinsam ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement. Die TK unterstützt das Angebot.

    Artikel jetzt lesen