Kerstin Grießmeier

Tag des Ehrenamts 2017: „Im Ehrenamt wächst man über sich hinaus.“

Im Gesundheitswesen tragen nicht nur Hauptamtliche große Verantwortung, sondern auch ehrenamtliche Selbstverwalter. Katrin Schöb ist eine von ihnen – im Interview erzählt sie, was das für sie ausmacht.

So auch die 30 Mitglieder des Verwaltungsrats der TK: Sie bilden das höchste Entscheidungsgremium der Kasse und verantworten somit zentrale Fragen – von der Verabschiedung des Haushalts bis zu neuen Satzungsleistungen. Das ehrenamtliche Gremium setzt sich paritätisch aus jeweils 15 Vertreter der Arbeitgeber und 15 Vertretern der Versicherten zusammen.

Gewählt werden sie über die Sozialwahl, die alle sechs Jahre stattfindet. Ein knappes halbes Jahr nach dem Stichtag der Sozialwahl 2017, spricht die „Verwaltungsrats-Newcomerin“ Katrin Schöb im Interview über die ersten Monate im neuen Amt. Schöb ist Versichertenvertreterin und wurde über die Liste „TK Gemeinschaft“ ins Versichertenparlament gewählt.

Frau Schöb, wie haben Sie die ersten Monate im Amt erlebt?

Seit der Sozialwahl 2017 im Verwaltungsrat der TK: Katrin Schöb.

Katrin Schöb: Positiv. Ich finde es spannend, dass wir als Ehrenamtliche solche gewichtigen Unternehmensentscheidungen treffen und dabei die Interessen der Versicherten vertreten.

„Am 20. Dezember ist die nächste Sitzung des Verwaltungsrats. Dann entscheiden wir über den Haushalt für 2018 und über Satzungsänderungen.“ 

Als Verwaltungsrat können wir über die Satzung auch zusätzliche Leistungen für die Versicherten ermöglichen. Aber mal schauen, was ich in sechs Jahren sage.

Was bedeutet Ihnen das Ehrenamt? Sind diese Aufgaben überhaupt neben dem Beruf machbar?

Ich habe durch meine bisherigen ehrenamtlichen Tätigkeiten schon viele Menschen unterstützen können. Zuvor habe ich mich beispielsweise im Widerspruchsauschuss der Deutschen Rentenversicherung Bund engagiert. Solange es gesundheitlich möglich ist, ist es wichtig, etwas für die Gemeinschaft zu tun. Anderen Menschen zu helfen, macht mich einfach glücklich und ich habe bislang ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Man lernt viel Neues und wächst über seinen Horizont hinaus. Ich arbeite hauptberuflich bei der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) – und zwar in Teilzeit. Viele Termine für das ehrenamtliche Engagement finden am Nachmittag statt, dann habe ich meistens frei und kann sie wahrnehmen. Zudem habe ich einen sehr verständnisvollen Chef, das hilft auch.

Warum engagieren Sie sich ausgerechnet bei der der TK?

„Ich möchte etwas in der Gesundheitspolitik bewegen, dafür bieten der Verwaltungsrat und seine Ausschüsse mir die Möglichkeit.“

Ich bin seit Jahren selbst bei der TK versichert und möchte meinen kleinen Teil dazu beitragen, dass die Versicherten die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten.

Dabei gibt es viele Themen, bei denen ich neue Ideen und auch eigene Erfahrungen einbringen möchte, wie beispielsweise im Bereich Pflege. Durch eine Seniorenversorgung bin ich persönlich betroffen und kann beurteilen, an welchen Stellen es hapert.


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