Wie funktioniert ein KI-Telefonassistent? Welchen Mehrwert bieten Videosprechstunden? Und wie kann ein digitales Anamnesetool in die Praxisstrukturen integriert werden? Rund um das Thema Digitalisierung stehen viele Arztpraxen vor großen Fragen. Die Showpraxis bietet einen Lern- und Erfahrungsraum, um Antworten zu finden und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Und das ist alles andere als Zukunftsmusik – die einzelnen Elemente sind für Praxen bereits verfügbar und auch schon an ersten Standorten im Einsatz. Sie alle zahlen darauf ein, mehr Zeit für den persönlichen Kontakt zu den Patientinnen und Patienten zu schaffen und das Praxispersonal von organisatorischen Aufgaben zu entlasten. Potenzial dafür gibt es entlang der gesamten Patient Journey, also vom ersten Kontakt über die Terminvergabe bis hin zur Versorgung und Dokumentation.
Besser erreichbar mit KI-Telefonassistent
Wer kennt es nicht: In der Praxis erreicht man niemanden und vor Ort klingelt das Telefon ohne Pause. Beiden Seiten hilft ein KI-Telefonassistent. Dieser nimmt Anrufe von Hilfesuchenden entgegen, erkennt Anliegen per Spracherkennung und reagiert darauf, etwa mit Terminangeboten. So kriegen Hilfesuchende umgehend Rückmeldung und das Praxispersonal kann sich ungestört auf andere Aufgaben konzentrieren.
Patientenaufnahme mit Self-Check-In
Patientenaufnahme mit Self-Check-In
Ob am Flughafen oder im Fitnessstudio: In vielen Lebensbereichen ist selbstständiges Einchecken bereits Standard. Warum also nicht auch in der Arztpraxis? Mit dem Self-Check-In melden sich Patientinnen und Patienten selbst mit ihrer Gesundheitskarte an einem eTerminal an. Damit sind sie direkt in der Praxis registriert. Die Mitarbeitenden sehen automatisch, wer bereits wie lange im Wartezimmer sitzt, und können die Patientinnen und Patienten über das digitale System ins Labor oder das Sprechzimmer bestellen.
Besser informiert durch vorgeschaltete Anamnese
„Wie stark sind Ihre Schmerzen auf einer Skala von 1 bis 10?“ fragt der KI-Avatar, nachdem eine fiktive Patientin sich beispielhaft vorstellt. Der digitale Anamnese-Assistent hört sich die Symptome aufmerksam an und stellt gezielte Rückfragen, etwa nach chronischen Krankheiten, eingenommenen Medikamenten oder Allergien. Nachdem die Patientin eine Zusammenfassung des Assistenten bestätigt hat, geht diese direkt an das Praxisverwaltungssystem. So können die Ärztinnen und Ärzte die Behandlung quasi ‚mit Informationsvorsprung‘ starten. Ein weiterer Vorteil: Die digitale Anamnese ist in mehreren Sprachen verfügbar und ermöglicht so einen barrierefreien Zugang zur Versorgung.
Der digitale Anamnese-Assistent
Zuhören statt Mittippen dank KI-Dokumentation
Anamnese, Befund, Therapie: Die KI-Dokumentation erstellt innerhalb von Sekunden eine strukturierte Zusammenfassung eines Behandlungsgesprächs. So können Ärztinnen und Ärzte sich ganz auf den Kontakt zu ihren Patientinnen und Patienten konzentrieren ohne Mittippen zu müssen. Die KI-Dokumentation ergänzt sogar die passenden ICD-Diagnosen, sodass die Zusammenfassung nach einer Behandlung nur noch überprüft und gegebenenfalls durch persönliche Eindrücke ergänzt werden muss. Anschließend wird sie direkt ins Praxisverwaltungssystem überführt.
Die Showpraxis macht deutlich: Digitalisierung hilft dabei, den Fokus auf das Wesentliche zu richten: Die Zeit für die Patientinnen und Patienten. Zudem kann sie für eine effizientere Praxisorganisation sorgen. Gleichzeitig ist klar: Digitalisierung funktioniert nur gemeinsam und erfordert Offenheit auf Seiten aller Beteiligten.