Olivia Klieber

Where the magic happens: Besuch in der Sozialwahl-Druckerei

Im beschaulichen Lütjensee steht die Druckerei des Paul-Albrecht-Verlag. Dort werden die Wahlunterlagen der TK für die Sozialwahl 2017 gedruckt. Ab Ende April werden die Wähler diese in ihren Briefkästen finden. Unsere Praktikantin Olivia hat sich dort umgesehen.

Als ich Anfang März mein Praktikum in der Pressestelle der TK begann, tauchte ich in ein Thema ein, dem ich vorher zugegebenermaßen eher unregelmäßig meine Aufmerksamkeit schenkte – die Sozialwahl 2017. Zwar habe ich schon häufiger davon gehört, musste mich zunächst aber dennoch erstmal schlau lesen.

Die Wahlunterlagen in der Produktion.
Die Wahlunterlagen in der Produktion.

Ein paar Tage später fand ich mich dann in einem beschaulichen Städtchen in Schleswig-Holstein wieder – in Lütjensee. Im dort angesiedelten Paul-Albrecht-Verlag werden die Wahlunterlagen der TK für die Sozialwahl 2017 gedruckt, geschnitten, gefalzt und für den Versand vorbereitet. Ab Ende April werden die Wähler diese in ihren Briefkästen finden können.

Berge von Stimmzetteln

Aus großen Drucker-Maschinen kommen sie herausgeschossen, unzählige Stimmzettel, unverkennbar in typischem TK-cyanblauem Farbton. Rund um die Maschinen lagern die bereits fertigen Exemplare auf Paletten gestapelt, pro Palette 315.000 Stück – bei einer TK-Wählerschaft von 7,3 Millionen Menschen ergibt dies rund 24 Paletten an Stimmzetteln.

Sie warten darauf, zusammen mit den Wahlanschreiben und den allseits bekannten roten Umschlägen verpackt zu werden, um sich auf den Weg zu den Wählern zu machen.

Wie aber funktioniert die Wahl genau? Wer kümmert sich darum, dass alles glatt geht? Und was hat der Versicherte davon, dass er wählt? Das alles weiß Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK und Wahlausschussvorsitzender:

Neues Auswertungsverfahren

Neben dem Bereitstellen der Wahlunterlagen übernimmt der PAV auch die Auswertung der Stimmzettel. Bei dieser Wahl werden erstmalig neue Scanner und eine neue, extra für den Anlass programmierte Software eingesetzt. Damit soll der Auswertungsprozess optimiert und eine einhundertprozentige Richtigkeit der Ergebnisse garantiert werden.

Der Scanner scannt in einer beeindruckenden Geschwindigkeit mehrere tausend Stück pro Minute. Die Software sortiert dann zunächst zwischen gültig und unklar – so sollen voreilige Fehlentscheidungen der Maschine vermieden werden. Sogenannte „unklare Stimmzettel“ sind z.B. Zettel mit mehreren oder nicht eindeutig gesetzten Kreuzchen, aber auch theoretisch gültige Exemplare, die lediglich Flecken oder Verschmutzungen aufweisen. Das Auswerten dieser übernehmen dann die Wahlhelfer händisch und überprüfen im Vier-Augen-Prinzip, wenn notwendig auch mehr, die Gültigkeit des Stimmzettels. Dadurch soll die Wahrscheinlichkeit von Wahlbetrug oder Fälschung minimiert werden.

Das neue Verfahren wurde auch dem Wahlausschuss demonstriert und durfte von den Mitgliedern auf Herz und Nieren getestet werden. Jörg Ide, Geschäftsbereichsleiter des Verwaltungsrats und stellvertretender Vorsitzender des TK-Wahlausschusses: „Das neue, digitale Verfahren macht die Auswertung der Stimmen noch effizienter. Weil ungültige Antworten in kürzester Zeit erfasst und aussortiert werden können, erleichtert es den Wahlhelfern die Arbeit. Wenn hier palettenweise die ausgefüllten Stimmzettel eintreffen, zählt für den Wahlausschuss, schnell ein zuverlässiges Ergebnis zu bekommen.“

Noch bis zum 31. Mai haben die Wähler Zeit, ihr Kreuzchen zu setzen. Bis dann müssen alle Briefe bei der TK eingegangen sein.


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