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Was die digitale Gesundheitsakte können muss

10.08.2018

Digitale Vernetzung im Gesundheitswesen – das war das große Thema beim eHealth-Kongress 2018. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um Stimmen zur digitalen Gesundheitsakte zu sammeln.

von Yvonne Wagner

Eins war klar beim eHealth-Kongress 2018 in Frankfurt am Main: Unter den Anwesenden zweifelte niemand daran, dass sich die digitale Gesundheitsakte durchsetzen wird.

Der aktuelle Stand digitaler Patienten- und Gesundheitsakten war eines der großen Themen im Forum. Fachleute gaben dem Publikum einen Überblick und diskutierten die Entwicklungen.

Viele positive Rückmeldungen von Versicherten

Über die TK-Lösung TK-Safe berichtete die TK-Beauftragte Susanne Ozegowski. Sie fasst den Status Quo so zusammen:
„Wir haben bereits viele positive Rückmeldungen von unseren Versicherten erhalten. Sie loben die Benutzerfreundlichkeit und die Tatsache, dass Versicherte erstmals Transparenz über ihre Daten haben. Die ersten Erfahrungen von unserem Klinik-Kooperationspartner Agaplesion zeigen überdies: Die ersten TK-Patienten haben bereits ihre Entlassberichte in den TK-Safe abgerufen. Der Einstieg in die Vernetzung ist also geschafft.“

Die Zuhörer meldeten sich mit ganz konkreten Vorstellungen zu Wort, was eine digitale Gesundheitsakte können muss. Hier einige Stimmen aus dem Publikum:

„Die verschiedenen Varianten müssen untereinander kompatibel sein, sodass der Patient die Daten seiner Akte einfach mitnehmen kann, wenn er die Krankenkasse wechselt.“

Weiß, was es sich von der digitalen Gesundheitsakte wünscht: das Publikum beim eHealth-Kongress 2018

„Ärzte wollen sich nicht durch PDF-Dateien klicken – eine elektronische Akte, die wie eine analoge Akte aufgebaut ist, ist für sie nicht hilfreich.“

„Eine Suchfunktion muss es leicht machen, sich in der gesamten Akte zurechtzufinden und in Sekundenschnelle genau das zu finden, was der jeweilige Behandler braucht oder der Patient wissen will.“

„Die Akte soll auf einem PC-Bildschirm abrufbar sein, nicht nur mobil.“

 

„Die Akte muss die unterschiedlichen Sichtweisen von Arzt und Patient berücksichtigen: Dem Patient reicht beispielsweise der Befund eines Röntgenbildes aus, der Arzt braucht prinzipiell Originaldaten – nicht nur den interpretierten Befund des anderen Arztes.“

TK will Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen

Die Leiterin der TK in Hessen, Dr. Barbara Voß, mit Roman Mittenhuber (links) von der TK und dem hessischen Sozialminister Stefan Grüttner – im Mittelpunkt: die digitale Gesundheitsakte TK-Safe.

Es geht also nicht mehr um das ‚Ob‘, sondern um das ‚Wie‘: „Diesen Konsens und die positive Grundtonalität habe ich so zum ersten Mal wahrgenommen. Alle Beteiligten diskutierten im Vergleich zum vorigen Jahr viel stärker mit“, sagt Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen.

Auch TK-Vorstand Jens Baas nahm am Kongress teil. „Die Potenziale der Digitalisierung sind für die Patienten und das gesamte System enorm. Als größte Krankenkasse in Deutschland sieht sich die TK in der Pflicht, diese zu erkennen und auszuschöpfen“, erklärte er in der abschließenden Pressekonferenz.

 

Die TK in Hessen war beim eHealth-Kongress 2018 erstmals Mitveranstalter, neben dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, der gesundheitswirtschaft rhein main e.V. und der Industrie- und Handelskammer Hessen innovativ.


Yvonne Wagner ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der TK-Landesvertretung Hessen. Sie interessiert sich für digitale Entwicklungen, ohne die Bodenhaftung zu verlieren: In ihrer Freizeit ist sie sportlich aktiv und erkundet die analoge Welt – mal mit, mal ohne Fitnesstracker.

 

 


Weiterlesen:

TK-Vorstand Jens Baas erklärt, warum die digitale Gesundheitsakte so wichtig ist

Virtual Reality und Co. beim eHealth-Kongress – so funktioniert es in der Praxis

IBM-Chef Hartmann über die Zusammenarbeit bei TK-Safe: „Nicht nur irgendeine schöne neue App“

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