Kerstin Grießmeier

Bundesweit aktiv und #regionalstark

Das Faire-Kassenwahl-Gesetz sieht endlich eine gemeinsame Aufsicht für alle Kassen vor. Das bedeutet auch, alle Kassen bundesweit zu öffnen. Eine Regionalkomponente soll zudem regionale wettbewerbsverzerrende Kostenunterschiede ausgleichen. Eine Gefahr für die gezielte Versorgung vor Ort? Mitnichten. Auch als TK haben wir immer regionale Bedürfnisse im Blick.

Auf Twitter sammeln wir unsere Versorgungsprojekte aus allen Regionen Deutschlands unter dem Hashtag #regionalstark. Stellvertretend kommen hier drei Landesvertretungen zu Wort und erzählen, wie sich die TK in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen engagiert.

Barbara Steffens leitet die TK-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen.

Frau Steffens, was macht die regionale Versorgung in Ihrem Land besonders?

Wir sind hier gut vernetzt und kooperieren bei unseren regionalen Projekten mit den leistungsstärksten und innovativsten Partnern, die wir in NRW finden. Entscheidend ist, dass unsere Versicherten bei den Projektpartnern einen deutlichen Mehrwert bei der Behandlungsqualität erleben oder beispielsweise schnellstmöglich vom medizinischen Fortschritt profitieren.

Nennen Sie uns ein Beispiel.

Bei unserer „Qualitätsoffensive Herz“ erhalten Versicherte an elf Standorten in NRW eine Diagnostik der Herzkranzgefäße ohne operativen Eingriff. Die bisher übliche Linksherzkatheter-Messung wird dabei durch ein moderneres Verfahren ersetzt. Das führt zu besseren Bildern und geringerer Strahlenbelastung. Hinzu kommen eine schnelle Terminvergabe, kurze Wartezeiten und eine intensive Betreuung für unsere Versicherten.

Manon Austenat-Wied steht der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern vor.

Frau Austenat-Wied, was macht die regionale Versorgung in Ihrem Land besonders?

Gemeinsam mit den beiden international renommierten Universitätskliniken Rostock und Greifswald gestalten wir die Versorgung im Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern. Die Besonderheiten der Versorgung sind uns bestens bekannt: Unsere Versicherten hier haben oft weite Wege zu spezialisierten Medizinern oder Kliniken. Deshalb haben wir auch auf digitale Versorgungstechnologien gesetzt und stärken mithilfe telemedizinischer Arzt-Konsile die Versorgung – trotz des Hindernisses eines noch immer bestehenden Fernbehandlungsverbotes.
Natürlich machen wir uns auch Gedanken über die zukünftige Versorgung. Das tun wir vernetzt mit Partnern in Politik, Versorgung und Wissenschaft. Gemeinsam entwickeln wir derzeit den Masterplan Gesundheit 2030.

Nennen Sie uns ein Beispiel.

Mit dem Projekt TeleDermatologie verbessern wir ganz konkret die fachärztliche Versorgung von Menschen mit Hauterkrankungen. Auch im ländlichen Bereich erhalten unsere Versicherten damit hervorragende Versorgung, ohne dafür eine Tagesreise einplanen zu müssen – ein Paradebeispiel für digitale Versorgungsexzellenz „made in MV“, von dem die Versicherten direkt profitieren.

Simone Hartmann ist Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen

Frau Hartmann, was macht die regionale Versorgung in Ihrem Land besonders?

Eine gute Versorgung sicherzustellen, ist in einigen ländlichen Regionen Sachsens tatsächlich eine Herausforderung. Das Gute ist aber: Wir haben hier vor Ort viele innovative Ärzte, die Vorschläge für zukunftsweisende Strukturen entwickeln und offen sind für pragmatische Lösungen.
Auch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) zeigt sich dabei als mutiger Initiator innovativer Projekte, beispielsweise bei den Terminservicestellen, die inzwischen gesetzlich verankert sind, oder auch bei der Reform der Notfallversorgung.
Als TK sind wir mit allen relevanten Partnern gut vernetzt und haben auch viele eigene Projekte auf den Weg gebracht.

Nennen Sie uns ein Beispiel.

Termine beim Augenarzt sind beispielsweise in der Region Marienberg schwer zu bekommen. Wir leiten eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit dem Sozialministerium, gesetzlichen Krankenkassen, Kassenärztlicher Vereinigung Sachsen, Landesärztekammer und Krankenhausgesellschaft Sachsen. Daraus entstand das „Projekt Telesprechstunde“.
In der Augenarztpraxis erhebt speziell qualifiziertes Personal an modernen augenärztlichen Untersuchungsgeräten die Befunde. Nach einem persönlichen Kontakt mit dem Patienten greift der Facharzt unabhängig von Ort und Zeit auf die verschlüsselten Untersuchungsergebnisse zu und bewertet sie. Der Patient erhält schriftlich seinen Befund. Der Mehrwert für unsere Patienten ist immens.


Kommentieren Sie diesen Artikel

Lädt. Bitte warten...

Der Kommentar konnte nicht gespeichert werden. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingaben.


Lesen Sie hier weiter

Dr. Jens Baas Dr. Jens Baas
Kerstin Grießmeier Kerstin Grießmeier
Prof. Dr. Volker Möws Prof. Dr. Volker Möws