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    Karen Walkenhorst ist „die Neue“ an der Spitze der TK: Am 14. Juli wählte sie der Verwaltungsrat in den Vorstand des Unternehmens. Im ersten offiziellen Interview als designiertes neues Vorstandsmitglied spricht sie über ihre künftigen Aufgaben und den Wettbewerb im Gesundheitswesen.

    Sie sind ab 1. August als Vorstand für die Bereiche „Markt & Kunde“, „Mitgliedschaft & Beiträge“ sowie „Personal“ der TK verantwortlich. Welche Themen möchten Sie angehen?

    Prägend für alle drei Bereiche wird in den kommenden Jahren die weitere Gestaltung der Digitalisierung sein. Hier ist die TK ein aktiver Treiber im Gesundheitswesen, entsprechend kenne ich das Thema gut aus meinem bisherigen Aufgabenbereich, der Versorgung. Es gilt nun, weiter festzulegen, was das für meine drei künftigen Schwerpunkte bedeutet. Im Bereich Mitgliedschaft & Beiträge sind wir schon sehr weit. Hier wird eine Aufgabe sein, die Automatisierung von Prozessen weiter voranzutreiben. Im Bereich „Markt & Kunde“ hat sich die TK bereits neu organisiert. Hier sehe ich meine Aufgabe darin, diese Strukturen nun mit Leben zu füllen und die entsprechenden PS auf die Straße zu bringen – und zu definieren, was Digitalisierung im Vertrieb und in den Kundenberatungen im Sinne unsere Kunden leisten kann. Im Bereich Personal geht es vor allem darum, unsere Mitarbeiter in diesem Prozess mitzunehmen.


    Karen Walkenhorst ist ab 1. August 2017 im Vorstand der Techniker Krankenkasse. Zuvor verantwortete sie im Unternehmen den Bereich Versorgungssteuerung. Die gebürtige Essenerin ist seit 2001 im Unternehmen tätig, seit 13 Jahren als Geschäftsbereichsleiterin in der Versorgung. Vorherige berufliche Stationen führten sie unter anderem für den Verband der Ersatzkassen (vdek) ins Bundesministerium für Gesundheit, sowie in die Landesvertretung Hamburg des vdek.


    Apropos Mitarbeiter – als Vorstand für den Personalbereich sind Sie künftig auch verantwortlich für die über 13.000 Mitarbeiter der TK. Welche Akzente werden Sie hier setzen?

    Personalvorstand zu sein ist eine ganz besondere Rolle, vor allem in der aktuellen Situation. Die Digitalisierung wird die Aufgaben jedes Einzelnen unserer über 13.000 Mitarbeiter verändern. Beispielsweise kommen heute viele Kunden nur deshalb in die Kundenberatungen vor Ort, um Heil- und Kostenpläne einzureichen. Ein Prozess, der sich digital abbilden lässt. Wenn Maschinen immer mehr der einfachen Aufgaben übernehmen, bleibt den Menschen mehr Zeit für Beratung und Service, die Qualität steigt. Das ist eine sehr positive Entwicklung. Andererseits steigt für die Mitarbeiter damit auch die Komplexität des Arbeitsalltags. Das verlangt Veränderungsbereitschaft und kann auch überfordern. Für einen gelungenen Entwicklungsprozess müssen wir die Mitarbeiter nicht nur mitnehmen, etwa durch Qualifikationsmöglichkeiten, sondern ihnen die Möglichkeit geben, mitzugestalten. Dabei gilt es auch weiter zu definieren, wie sich Führung durch die Digitalisierung verändert und verändern muss. Grundsätzlich lege ich Wert auf eine gute Kommunikation – dazu gehört auch eine gute Streitkultur.

    Ihre Aufgabenbereiche definieren die Wettbewerbsposition der TK. Wie sehen Sie die Position des Unternehmens auf dem Markt?

    Wir sind im Wettbewerb sehr gut positioniert, wachsen organisch und unsere Kunden wissen, dass sie bei uns gut versorgt sind. Das kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit.

    Wir sind gut organisiert, haben schlanke Strukturen, sind strategisch gut aufgestellt – und haben vor allem gute Mitarbeiter. Die gute Wettbewerbsposition ist auch deshalb hart erarbeitet, weil im Wettbewerb derzeit ungleiche Ausgangsbedingungen herrschen. Das liegt daran, dass der Verteilschlüssel für die Gelder aus dem Gesundheitsfonds, der „Morbi-RSA“, für erhebliche Wettbewerbsverzerrungen sorgt. Das muss sich ändern.

    Sie sind seit mehr als 20 Jahren im Gesundheitswesen tätig. Worin sehen Sie die größten Aufgaben für Krankenkassen in den kommenden fünf Jahren?

    Die Digitalisierung definiert die Entwicklung nicht nur im Gesundheitswesen. Allerdings stößt sie hier auf größere Hemmnisse und Vorbehalte als beispielsweise im Handel. Das kann sich das Gesundheitswesen auf Dauer nicht leisten.

    Als TK sehen wir uns als Treiber und aktiver Gestalter dieses Prozesses im Sinne unserer Kunden, indem wir erfragen, was sie wollen und dies möglich machen.

    Ein Beispiel ist die elektronische Gesundheitsakte, die wir derzeit entwickeln. Wir wissen, dass unsere Kunden ein solches Angebot wollen, bei dem sichergestellt ist, dass sie die Hoheit über die Daten haben. Das wird die Arztbesuche verändern. Wenn Patienten mit umfassenderen Daten in die Sprechstunde kommen und die Möglichkeit nutzen, medizinisches Wissen online abzurufen, müssen Mediziner sich damit auseinandersetzen.

    Was wünschen Sie sich für Ihre Aufgabe?

    Dass wir in der TK auch weiterhin das umsetzen können, was unsere Kunden wollen. Dafür brauchen wir gerechte Ausgangsbedingungen im Wettbewerb im Gesundheitswesen.


    Sehen Sie hier das komplette Interview mit Karen Walkenhorst auch im Video:


    Weiterlesen:

    Weitere Informationen über den Neuzugang im TK-Vorstand finden Sie auf der Themenseite im Portal „Presse & Politik“.

    Hier geht es zur aktuellen Pressemeldung.

    Redaktion

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