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Was macht eigentlich … ARGO?

23.01.2018

Junge Wilde für neue Ideen fördern: Beim TK-Accelerator 2017 haben drei ausgewählte Start-ups ein 100-tägiges Mentoring-Programm durchlaufen. Wie geht es nun weiter? Wir haben nachgefragt.

ARGO? Wer ist das denn nun schon wieder? Zugegeben, während der letzten Jahre haben wir in der TK eine Menge Start-ups begleitet. Von HiDoc bis xbird. Und nun eben ARGO. Aber halt, diese Jungs kennt ihr schon: 2017 haben Robert Scheffler und Felix Scholz am TK-Accelerator teilgenommen, damals noch unter dem Namen Don’t Be Afraid VR. Mit VR-Brille und virtuellen Szenarien wollten sie Angst-Patienten gezielt in Situationen trainieren, die ihre Ängste auslösen.

Schon beim ersten Kennenlernen standen die beiden Gründer plötzlich einem großen Team an Interessenten gegenüber und wurden sogleich „gegrillt“: Wer sind eure Stakeholder? Wie wollt ihr Geld verdienen? Am Ende verließen Robert und Felix den OnBoarding-Day mit mehr Fragen als Antworten.

Macht das Sinn?!

Zum Glück bekam jedes Start-up im TK-Accelerator von Anfang an zwei fachkundige TK-Paten an die Hand. Weitere inhaltliche Unterstützung erhielten Felix und Robert von Eric Schott, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Campana & Schott, und IT-Architektin Silke Agena von IBM.

In den darauffolgenden Wochen wurde viel gebrainstormt und diskutiert, welcher Einsatz von VR für das Start-up umsetzbar wäre. Aus Sicht der TK gab es einige Hürden: So treten Phobien häufig in Kombination mit anderen psychischen Erkrankungen auf, was eine VR-Lösung mit berücksichtigen müsste.

180-Grad-Wende

Wie also kann virtuelle Realität helfen, reales Leiden zu lindern? Das Schöne an VR: Sie ist anpassungsfähig. „Wir haben unser Geschäftsmodell umgestellt auf generell therapiefördernde Maßnahmen“, sagt Felix Scholz. „In kürzester Zeit haben wir auch einen neuen Partner gefunden, den Neurophysiotherapeuten Benedikt Preisler  von der Firma ProWalk aus der Nähe von Frankfurt – für den Use Case Physiotherapie und Reha.“

Robert Scheffler auf dem Innovationstag 2017

Neuer Use Case, neuer Name: Das „Baby“ von Robert und Felix heißt nun offiziell ARGO. Damit bedienen sich die beiden bei der griechischen Mythologie, laut derer das Schiff „Argo“ einst die Argonauten zum goldenen Vlies führte. Ob das Start-up ein ähnlich glücksbringendes Potenzial für Gründer und Patienten hat?

Beim Kongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) am 23. und 24. Januar in Berlin wollen sich die beiden weitere Inspiration holen und mit Fachleuten sprechen.


Weiterlesen:

Wo Ideen zu Versorgungsprodukten werden: Besuch beim TK-Accelerator

Das war er – unser Innovationstag 2017

Brille an, Phobie aus: Wie funktioniert Virtual Reality in der Angsttherapie?

 

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