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    Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality können die menschliche Wahrnehmung erweitern. Was in der Spielebranche Realität ist, findet auch im Gesundheitswesen zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten – ob in der Medizinerausbildung, in der Erforschung von Psychotherapien oder bei schwierigen Operationen. Über die technologischen Spielarten von erweiterter Realität im Gesundheitswesen diskutierten mehr als 150 Teilnehmer beim BarCamp Health-IT in Berlin.

    von Conrad Ehrlich

    VR-Brillen im 3IT-Innovation Center for Immersive Imaging Technologies

    Ganz schön heiß, denke ich, als ich mich auf den Weg zum Salzufer mache. Die Wetter-App hat Recht – es sind 34 Grad in Berlin. Obwohl Klimaanlagen nicht mein Fall sind, ist die kühle Location im 3IT – Innovation Center for Immersive Imaging Technologies des Fraunhofer Instituts genau das Richtige. Die Temperatur passt zu den coolen Räumen. Eine Etage ganz in Weiß, vollgestopft mit modernster Technik: hochauflösende 3D- und Virtual-Reality-Videosysteme, ein OP-Tisch mit dreidimensionaler Bildgebung und riesige Bildschirme, soweit das Auge reicht. Davor und dazwischen bilden sich kleine Grüppchen von Teilnehmern, die angeregt diskutieren. Die Moderatoren der Sessions bekommen letzte Instruktionen. Es geht los!

    Stimmungen und unbekannte Welten

    Susanne Hertzer im Interview

    Michael Stamm von Berlin Partner gibt den Startschuss. Die Teilnehmer folgen den Keynotes der Berliner TK-Chefin Susanne Hertzer und von Ralf Neugebauer, Gründer von Unusual Thinkers. Was wissen Apps schon heute über unsere wahren Gefühle? Erstaunlich viel, verrät Neugebauer und zeigt, dass Identitäten von Menschen in virtueller Realität verschwimmen können. Das ist kein Science Fiction, sondern Realität. Susanne Hertzer sieht die Revolution im Gesundheitswesen in dem Zusammenspiel von erweiterter Realität und kluger Datennutzung. Im Zentrum der Patient. Er hat die Hoheit über seine Daten:

    „Innovatoren brauchen Partner im Gesundheitswesen. Medizinische Innovationen müssen sich an Wirksamkeit und Nutzen messen lassen. Wenn das gegeben ist, sollten sie einen schnellen Zugang zum ersten Gesundheitsmarkt bekommen.“

    Gesundheitsversorgung – wie es besser geht

    Die Teilnehmer stellen sich kurz vor. Interessant, wer so alles da ist: Ich sehe Gründer von Berliner Start-ups, Informatiker sowie Experten aus Politik und Wirtschaft. Und alle eint: Sie wollen Ideen sehen! Jetzt stimmen die Teilnehmer über die Beiträge ab. Und los geht’s in die Workshops. Mit dabei ist Moritz Queisner vom Charité-HUB. Sein Team untersucht Anwendungsgebiete von erweiterter Realität im OP-Saal. Wo liegt der Nutzen? Was wird gebraucht? Jonathan Natzel von Weltenmacher erklärt die Zukunft der Ausbildung für Ärzte und Pflegepersonal. Und Jean-Claude Rosenthal vom Heinrich-Hertz-Institut, HHI, zeigt, dass Oscar-Kino-Technik bei Ohrenoperationen hilft.

    Die Ergebnisse gibt’s online für alle nachzulesen. Die Teilnehmer strömen zu den Canapés, Cola und Bier. Wieder draußen zeigt die App immer noch 32 Grad.

    Hier geht es zum Video-Rückblick.


    Conrad Ehrlich ist Mitarbeiter in der TK-Landesvertretung Berlin und Brandenburg. Der geborene Uckermärker liebt die quirlige Metropole Berlin, züchtet auf seinem Balkon marokkanische Minze und besucht ab und zu seine alte Heimat auf dem Fahrrad.


     

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