Die Debatte um die GKV-Finanzen hat sich zugespitzt
Im vergangenen Jahr hat die Diskussion um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung an Fahrt aufgenommen. Während die Kassen ihre Rücklagen schrittweise abbauen mussten, sind die Behandlungskosten weiter angestiegen. Als Konsequenz mussten viele Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen. Bei der TK blieb der Zusatzbeitrag aber deutlich unter dem Marktdurchschnitt. „Das schaffen wir vor allem dank unserer niedrigen Verwaltungskosten“, erklärt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK, im Geschäftsbericht 2025. Gleichzeitig fordert er, dass die Politik nachhaltige Lösungen für die GKV‑Finanzen finden muss.
Zu den derzeit diskutierten kurzfristigen Lösungen, muss sie auch Antworten auf die langfristigen Probleme finden.
Dr. Jens Baas, Vorsitzender des TK-Vorstands
Die TK in Zahlen
Die TK begleitet Versicherte schon heute durch die Versorgung
Das Thema Wartezeiten und die mühsame Suche nach dem richtigen Arzt belasten Patientinnen und Patienten zunehmend. Das zeigen auch Zahlen einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag der TK:
- 31 Prozent haben Schwierigkeiten, bei neuen Beschwerden die passende Praxis zu finden
- 56 Prozent der gesetzlich Versicherten warten länger als vier Wochen auf einen Facharzttermin
Deshalb unterstützt die TK ihre Versicherten schon heute mit der TK‑Doc‑App, Arzttermine zu finden, erste Symptome einzuschätzen oder über Videosprechstunden ärztlichen Rat einzuholen.
Das Primärversorgungssystem – ein Ansatz für mehr Effizienz
Die Terminproblematik ist zugleich eine gesundheitspolitische Aufgabe. Deshalb hat die TK konkrete Vorschläge wie ein Primärversorgungssystem gestaltet werden sollte, in die Diskussion gebracht. Das Ziel: Menschen schneller dorthin zu führen, wo sie optimal versorgt sind. Welche Bausteine es dafür braucht?
- Eine digital gestützte medizinische Ersteinschätzung, die Versicherten dabei unterstützt, ob sie einen Haus- oder Facharzttermin, eine Videosprechstunde oder erstmal Bettruhe brauchen.
- Eine einheitliche digitale Terminplattform. Dort stellen Arztpraxen freie Termine bereit, die nach Dringlichkeit vergeben werden sollen.
„Ein Primärversorgungssystem, das digitale Behandlungsmöglichkeiten klug einbindet, sorgt für kürzere Wartezeiten und bessere Qualität“, betont Daniel Cardinal, Geschäftsbereichsleiter für Innovation und ambulante Versorgung bei der TK. Nun ist die Politik gefragt, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.
Als TK haben wir eine starke Stimme, um uns für Verbesserungen einzusetzen und so das System im Sinne der Versicherten besser zu gestalten.
Karen Walkenhorst, Mitglied des TK-Vorstands
Klare Fortschritte bei der Digitalisierung
Im Jahr 2025 hat die digitale Transformation im Gesundheitswesen deutliche Fortschritte gemacht. Die elektronische Patientenakte (ePA) ist endlich für alle verfügbar und kommt gut an. Auch das E‑Rezept hat sich etabliert: Im letzten Jahr wurden 69,9 Millionen E‑Rezepte von TK‑Versicherten eingelöst. Zudem berichtet Thomas Ballast , stellvertretender Vorsitzender der TK im Interview für den Geschäftsbericht: „Rund fünf Millionen TK‑Versicherte nutzen mittlerweile aktiv die TK‑App, um Anliegen digital zu regeln.“ Trotzdem bleiben noch viele Potenziale ungenutzt, weil Prozesse zu kompliziert oder Daten nicht strukturiert vorliegen. Auch bei diesem Thema gilt es für die Politik, das Tempo zu halten, und nicht nachzulassen.
Es gilt die Chancen der Digitalisierung klug zu nutzen, denn digitale Prozesse vereinfachen Abläufe und verbessern die Versorgung.
Thomas Ballast, stellvertretender Vorsitzender des TK-Vorstands
Geschäftsbericht 2025
Hier geht es zu unserem digitalen Geschäftsbericht 2025.