Alle Artikel > Hausgemachte Start-up-Förderung: Der TK-Accelerator kommt!

Hausgemachte Start-up-Förderung: Der TK-Accelerator kommt!

06.04.2017

Im Delta zwischen Gesundheitswesen und Gründerszene

Digitale Innovationen haben es schwer, den Weg in den ersten Gesundheitsmarkt zu finden. Das ist das Ergebnis einer Studie des IGES-Instituts, die 2016 zusammen mit der TK veröffentlicht wurde. Ein Hauptproblem: Das Delta zwischen der kurzen Entwicklungszeit der Start-up-Kultur, dem auf Sicherheit ausgerichteten Gesundheitssystem und dem Zeitraum, den neue Angebote üblicherweise brauchen, um hierzulande im medizinischen Alltag anzukommen.

Health-i Initiative Kampagnenvisual
Die TK will das ändern: Hürden für neue digitale Lösungen sollen abgebaut und mögliche Synergien zwischen der etablierten Gesundheitsbranche und der Gründerszene gehoben werden. Mit der Health-i Initiative, welche die TK zusammen mit dem Handelsblatt 2016 ins Leben gerufen hat, wird dieser Fokus seit über einem Jahr gesetzt. Das Ziel: Die besten Talente in den Bereichen Gesundheit und Gesundheitswirtschaft aufspüren und neue Ideen für ein Gesundheitswesen der Zukunft fördern.

Die Initiative richtet sich an kreative Vordenker, Nachwuchstalente, innovative Unternehmen und natürlich vielversprechende Start-ups. Sie alle können sich mit ihren Ideen und Lösungen bewerben – es winkt die Chance auf Publicity sowie wichtige Kontakte zu potenziellen Investoren und Mentoren. Eine Neuerung in diesem Jahr: Start-ups haben darüber hinaus die Chance, an einem TK-eigenen „Accelerator“-Programm teilzunehmen.

100 Tage, 3 Start-ups: Der TK-Accelerator ist das nächste Level

Accelerator (engl.: Beschleuniger) unterstützen Start-ups innerhalb eines festgelegten Zeitraums durch intensives Coaching und können so deren Entwicklungsprozess vorantreiben. Mit ihrem eigenen Accelerator bietet die TK 2017 erstmals ein Programm für Start-ups an, das ihre Idee fit für den ersten Gesundheitsmarkt machen kann. Während des 100-tägigen Bootcamps bekommen drei ausgewählte Gründerteams Mentoren von der TK zur Seite gestellt, die ihnen bei einer passgenauen Weiterentwicklung ihrer Idee helfen.

Ein Mehrwert des Mentorings ist es, die Wissenslücken der Start-ups zu schließen und ein Verständnis dafür zu entwickeln wie der deutsche Gesundheitsmarkt mit seinen komplexen Spielregeln tickt: Wie muss ein Produkt, eine App oder andere Anwendung konzeptioniert und beschaffen sein, damit sich eine Krankenkasse dafür interessiert? Welche Qualitäts- und Datenschutzanforderungen werden an Gesundheits-Apps gestellt? Wann gilt eine App als Medizinprodukt und was bedeutet das genau? Wie können Geschäftsmodelle für Start-ups unter Beteiligung von Krankenkassen und Ärzten überhaupt aussehen?

Die Inhalte des Accelerator-Programms werden individuell auf die unterschiedlichen Profile der Start-ups zugeschnitten. Darüber hinaus beraten die Experten der TK auch zu ganz praktischen Themen wie Sozialversicherung für Unternehmensgründer, PR & Marketing oder gesundem Arbeiten.

Die Kür: Der Innovationstag

Feierlicher Abschluss des TK-Accelerators ist der Innovationstag am 7. November. Die drei teilnehmenden Start-ups stellen im Pitch ihr Team, ihre Idee beziehungsweise ihr Produkt sowie den Weg vor, der ihre Idee in den 1. Gesundheitsmarkt bringen kann. Neben dem Feedback der Jury können die Gründer auch von den Einschätzungen des Experten-Publikums profitieren: Akteure und Meinungsbilder aus Medizin, IT-Wirtschaft, Versorgungsforschung, Gesundheitspolitik und natürlich die Initiatoren der Health-i Initiative – das Handelsblatt und die TK.

Health-i-Innovationstag
Full House beim Innovationstag 2016 im Berliner Soho House.

Kurz darauf am 16. November geht es für die Start-ups in die Musikbrauerei Berlin zur Preisverleihung des Health-i Awards. Während dort das Health-i Board – ein Think-Tank aus rund 100 Experten der Gesundheitsbranche – aus allen Bewerbern in den Kategorien „Junge Talente“, „Start-ups“ und „Unternehmen“ je den innovativsten Anwerber kürt, haben die drei Start-ups noch einmal die Gelegenheit, sich zu vernetzen.

Jetzt bewerben!

Auf Health-i.de können sich Start-ups, Unternehmen und Nachwuchstalente mit ihrer Idee noch bis zum 15. Juni für den Health-i Award bewerben. Start-ups können außerdem an dem TK-Accelerator teilnehmen. Bis zu 20 Gründerteams bekommen die Gelegenheit eines ersten Kennenlernens in Form eines Telefoninterviews; drei Start-ups werden dann für die Teilnahme ausgewählt.


Eindrücke der Health-i Initiative 2016:

Das war der Innovationstag 2016.

Alle Start-ups des vergangenen Jahres im Video-Feature.

Weiterlesen:

Was eigentlich in so einem Accelerator passiert, erklärt dieser Blog Beitrag.

Weitere News und Informationen rund um die Health-i Initiative und das Thema Start-up-Förderung bei der TK finden Sie auf Wir Techniker in der Kategorie #SmartHealth.

Kommentieren Sie als Erster diesen Artikel

    Weitere Artikel aus den Sammlungen „#SmartHealth“, „Presse und Politik“

    0

    Morbi-RSA: Sechs Mythen im Faktencheck

    Morbi-RSA-Mythen im Faktencheck

    15.01.2019

    Die Gestaltung des Morbi-RSA ist komplex. Unstrittig ist, dass Kassen für schwer kranke Versicherte einen Ausgleich erhalten sollen – ebenso...

    Die Gestaltung des Morbi-RSA ist komplex. Unstrittig ist, dass Kassen für schwer kranke Versicherte einen Ausgleich erhalten sollen – ebenso...

    Artikel jetzt lesen
    0

    Burnout-Gefahr im Studium – vor allem bei Geisteswissenschaftlern

    Burnout-Gefahr im Studium

    08.01.2019

    Viele Studierende klagen über hohen Stress - in zahlreichen Fällen zeigen sich bereits Anzeichen für ein Burnout. Stu­den­ti­sches Ge­sund­heits­ma­nage­ment wird deshalb immer wichtiger.

    Viele Studierende klagen über hohen Stress - in zahlreichen Fällen zeigen sich bereits Anzeichen für ein Burnout. Stu­den­ti­sches Ge­sund­heits­ma­nage­ment wird deshalb immer wichtiger.

    Artikel jetzt lesen
    0

    Investitionsstau auf dem Klinikflur – das sagen Selbstverwalter dazu

    Investitionsstau auf dem Klinikflur - das sagen Selbstverwalter dazu

    14.12.2018

    Joachim Feldmann ist Arbeitgebervertreter im Verwaltungsrat der TK und Mitglied des Finanzausschusses. Im Interview erläutert er, warum das Gremium den Umgang mit GKV-Geldern im Krankenhaus kritisch sieht.

    Joachim Feldmann ist Arbeitgebervertreter im Verwaltungsrat der TK. Im Interview erläutert er, warum das Gremium den Umgang mit GKV-Geldern im Krankenhaus kritisch sieht.

    Artikel jetzt lesen
    1

    TK-Safe: „Jeder hat seinen persönlichen Schlüssel“

    "Jeder hat seinen persönlichen Schlüssel"

    05.12.2018

    Digitale Gesundheitsakten waren das große Thema bei der TK-Fachveranstaltung #Bremengoesdigital. Zentraler Punkt dabei: der Datenschutz. Wir haben Ronald Fritz, Executive IT-Architekt von IBM Deutschland, zu unserer Zusammenarbeit bei TK-Safe befragt. Und zu seinem persönlichen Gesundheitsmanagement.

    Digitale Gesundheitsakten waren das große Thema bei der TK-Fachveranstaltung #Bremengoesdigital. Zentraler Punkt dabei: der Datenschutz. Wir haben Ronald Fritz, Executive IT-Architekt von IBM Deutschland, zu unserer Zusammenarbeit bei TK-Safe befragt. Und zu seinem persönlichen Gesundheitsmanagement.

    Artikel jetzt lesen
    0

    Herr Baas, macht Künstliche Intelligenz Ärzte in Zukunft überflüssig?

    Macht KI Ärzte in Zukunft überflüssig?

    28.11.2018

    Das Gesundheitswesen steht vor einer Revolution: In keiner anderen Branche sind die Erwartungen an Künstliche Intelligenz (KI) so hoch wie in der Medizin. TK-Chef Dr. Jens Baas über die medizinische Versorgung der Zukunft.

    In keiner anderen Branche sind die Erwartungen an Künstliche Intelligenz so hoch wie in der Medizin. TK-Chef Dr. Jens Baas über die medizinische Versorgung der Zukunft.

    Artikel jetzt lesen
    0

    Mein Freund, der Roboter: Altenpflege 4.0

    Mein Freund, der Roboter: Altenpflege 4.0

    23.11.2018

    Wie sieht die Pflege der Zukunft aus? Wer kümmert sich um uns, wenn wir es selbst nicht mehr können? Mit diesen Fragen hat sich das 7. MEDICA ECON FORUM by Techniker Krankenkasse befasst. Die Prognosen klingen ernüchternd: Es gibt immer mehr alte Menschen, aber nicht genügend Pflegepersonal. Können Pflege-Roboter helfen?

    Wie sieht die Pflege der Zukunft aus? Wer kümmert sich um uns, wenn wir es selbst nicht mehr können? Mit diesen Fragen hat sich das 7. MEDICA ECON FORUM by Techniker Krankenkasse befasst.

    Artikel jetzt lesen
    0

    MEDICA ECON FORUM 2018: Das sind die Top-Themen

    MEDICA ECON FORUM 2018: Das sind die Top-Themen

    12.11.2018

    Bereits zum 7. Mal lädt die TK im Rahmen der weltgrößten Medizinmesse zum MEDICA ECON FORUM. Spannende Diskussionen und Vorträge drehen sich um neue Trends im Gesundheitswesen. Hier gibt es die wichtigsten Themen im Überblick.

    Bereits zum 7. Mal lädt die TK im Rahmen der weltgrößten Medizinmesse zum MEDICA ECON FORUM. Hier gibt es die wichtigsten Themen im Überblick.

    Artikel jetzt lesen
    1

    Brennpunkt Pflege: „Wir müssen möglichst früh ansetzen“

    Brennpunkt Pflege: "Möglichst früh ansetzen"

    08.11.2018

    Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK, spricht anlässlich der Berliner Pflegekonferenz über PPSG, Finanzierbarkeit und mögliche Lösungen für die Zukunft der Pflege.

    Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK, spricht anlässlich der Berliner Pflegekonferenz über PPSG, Finanzierbarkeit und mögliche Lösungen für die Zukunft der Pflege.

    Artikel jetzt lesen
    0

    Demenz: Krankheit ohne Heilung?

    Demenz: Krankheit ohne Heilung?

    25.10.2018

    1,7 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz. Noch immer gilt die Krankheit als unheilbar - wirksame Medikamente gibt es bislang nicht. Grund genug, sich mit dieser Thematik genauer zu beschäftigten und die Versorgung von Betroffenen zu diskutieren.

    1,7 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz. Noch immer gilt die Krankheit als unheilbar - wirksame Medikamente gibt es bislang nicht. Grund genug, die Versorgung von Betroffenen zu diskutieren.

    Artikel jetzt lesen